Fahrplan durch Facebook

Wie sichtbar ist mein Unternehmen?

Viele Freiberufler und Mittelständler kämpfen sich im Selbstversuch durch Facebook. Eigentlich ist Facebook kinderleicht, unsere Jugend turnt mühelos darin herum. Und die ersten Schritte sind auch schnell gemacht: Profil anlegen, Freunde finden, Inhalte posten. Um das eigene Unternehmen zu präsentieren, gibt es die sogenannten Seiten. Wie sichtbar sind sie eigentlich?

Facebook-Seiten sind öffentlich. Jeder, der auf eine Facebook-Unternehmensseite klickt, kann die Inhalte sehen, selbst wenn er gar nicht in Facebook eingeloggt oder auch nur registriert ist. Updates und Interaktionsmöglichkeiten erhalten jedoch nur die Fans – also diejenigen, die „Gefällt mir“ geklickt haben.

Fans zu finden, ist eine zentrale Aufgabe beim Facebook Marketing. Darauf gehe ich in einen späteren Blogbeitrag näher ein. Hier will ich zunächst die verschiedenen Ansichten erklären, die Facebook seinen Nutzern bietet. Denn die sind möglicherweise verwirrend.

Firmen facebooken anders

Für die Aktivitäten von Privatpersonen einerseits und Unternehmen/Organisationen andererseits hat Facebook eine klare Aufteilung vorgesehen:

  • Personen legen ein PROFIL an, Unternehmen eine SEITE.
  • Personen mit einem Profil haben FREUNDE (via Freundschaftsanfrage).
  • Unternehmen mit einer Seite haben FANS (die „Gefällt mir“ zur Seite sagen).
  • Zu Profilen wie auch zu Seiten gehört jeweils eine PINNWAND, auf die man selbst, aber auch Freunde bzw. Fans Inhalte posten können.
  • Zu FREUNDEN hat man eine zweiseitige Beziehung: Siehst du mich, sehe ich dich. Freundschaftsanfragen müssen deshalb auch bestätigt werden.
  • Zu FANS ist die Beziehung dagegen einseitig: Jeder kann Fan meiner SEITE werden, ohne dass ich als Seitenbetreiber gefragt werde – und ohne dass ich im Gegenzug auf dessen Profil gucken könnte.

Personen (die demnach auch ein Profil haben) können für Unternehmen Seiten anlegen und verwalten. Sie haben also die Möglichkeit, in Facebook zwischen ihrem Profil und ihrer/ihren Seite/n zu wechseln. So weit, so gut. Doch die Verwirrung beginnt beim Login.

Die Facebook-Startseite ist nicht die Pinnwand

Denn wenn man sich bei Facebook einloggt, landet man weder auf seinem (Personen-)Profil oder der zugehörigen Pinnwand, noch auf seiner (Unternehmens-)Seite oder deren Pinnwand. Sondern auf einer sogenannten STARTSEITE.

Die STARTSEITE ist eine persönliche, individuelle Ansicht, auf der sich alle möglichen NEUIGKEITEN finden, z.B.:

  • was die Freunde auf Facebook so tun (selektiert nach Sichtbarkeitseinstellungen und einer Facebook-Relevanz-Gewichtung),
  • was auf den Seiten und in den Gruppen los ist, denen man folgt,
  • was man selbst als Privatperson gepostet hat,
  • und auch, was man auf seiner (Unternehmens-)Seite gepostet hat.

Ich sehe was, was du nicht siehst

Die PROFIL-PINNWAND hat dagegen andere Inhalte (und übrigens auch andere Funktionen). Zur Pinnwand gelangt man, indem man oben in der blauen Navigationsleiste auf seinen Namen klickt. Auf der Pinnwand steht lediglich das, was man – je nach Privatsphären-Einstellung – anderen von sich zeigen will, z.B.:

  • Inhalte, die man als Privatperson gepostet hat,
  • Inhalte, die Freunden einem auf die Pinnwand geschrieben haben,
  • sonstige Aktivitäten (was man kommentiert oder „geliked“ hat, mit wem man jetzt befreundet ist usw.).

Was man selbst in Facebook auf seiner Startseite sieht, ist also nicht das, was andere von einem zu sehen bekommen. Facebook bietet sogar die Möglichkeit, sich die eigene Pinnwand aus Sicht jedes einzelnen Freundes anzuschauen.

Die Pinnwand wird übrigens bald für alle Facebook-Nutzer in die chronologisch sortierte „TIMELINE“ umgewandelt und wird dann nochmals ein anderes Bild von uns zeigen.

Warum hört mich keiner?

Wer kann nun die Unternehmensseite sehen? Man selbst gelangt dort per Link links auf der Startseite hin (nicht vom Profil aus, dort fehlt dieser Link). Was man auf seiner Seite postet, sehen natürlich die Fans. Außerdem protokolliert Facebook es für einen selbst auf der Startseite. Wer es nicht sehen kann, sind die Freunde – sofern sie nicht auch Fans der Seite sind. Denn sie bekommen ja keinen Einblick in die Startseite, sondern nur in die Profil-Pinnwand.

Das ist durchaus sinnvoll. Um Privates und Berufliches zu trennen, sollten die  Freunde nicht an jedem fachlichen Kommentar teilhaben. Doch manchmal will man auch dort mit Fachkenntnis punkten – beispielsweise, um Freunde zu Fans zu machen. Wer also auch sein privates Facebook-Netzwerk über Inhalte auf seiner Seite informieren will, muss diese Inhalte auf seiner Startseite noch einmal extra TEILEN. Das geht mit der Teilen-Funktion unterhalb des entsprechenden Eintrags. Dann können auch die Freunde diesen Beitrag lesen.

Profil - Seite - Startseite in Facebook

Profil – Seite – Startseite in Facebook

Freunde zu Fans machen

Natürlich kann man seine Freunde auch direkt einladen, Fans seiner Seite zu werden. Dazu gibt es eigens die Funktion „Freunde einladen“. Sie ist aktiv, wenn man von der Startseite aus über den links platzierten Menüpunkt „Seiten“ zu seiner Unternehmensseite navigiert. Dann findet sich rechts oben die Einladefunktion mit Link zur Freundesliste.

Nicht verwirren lassen: Wer auf seine Seite wechselt, indem er ganz oben rechts in der blauen Menüleiste, neben dem Punkt „Startseite“, den kleinen Pfeil aufklappt und „Facebook als Seite XYZ verwenden“ wählt, findet seine Freundesliste nicht! Denn damit hat er nicht nur die Ansicht gewechselt, sondern auch seine „Identität“ -von der Privatperson zur Seite. Facebook weiß zwar viel … aber in dem Moment kennt es die Freunde des Seitenbetreibers eben nicht mehr.

Fan werden …

Ein kleines PS: Fan meiner Facebook-Seite CKI Kommunikatonsmanagement werden und regelmäßig mehr über innovatives Marketing erfahren!

 

© Dr. Sabine Holicki, cki.kommunikationsmanagement, 2012

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